Stoischer Vorbehalt

#92 Stoischer Vorbehalt, Eitelkeit und Vermeidung des Absoluten

Stoischer Vorbehalt als wirksames Mittel sein Ego im Zaum zu halten

Der stoische Vorbehalt – wenn es die Götter so wollen – ist quasi eine Versicherung gegen das eigene Scheitern. Wenn du dein Bestes gibst und am Ende doch scheiterst, hast du dir nichts vorzuwerfen. Die Frage der Schuld wird also wirksam entschärft, jedenfalls, wenn du wirklich dein Bestes gegeben hast.

In diesem Podcast wenden wir den stoischen Vorbehalt in Bezug auf die Realität an. Auch hier ist er bestens dazu geeignet, uns gelassener zu machen. Natürlich, wenn es um das Erkennen der Wirklichkeit geht, sollten wir uns sehr wohl darüber im Klaren sein, dass wir die Realität nicht zu 100 Prozent erkennen können. Aber wenn wir uns bemühen, so tugendhaft wie nur irgend möglich zu agieren und zu denken, werden wir am Ende wahrscheinlich die bestmöglichen Entscheidungen treffen, auch wenn die Entscheidungsgrundlagen vielleicht nicht hundertprozentig sicher sind.

Die Realität als Mittel zum Seelenfrieden

Viel zu oft sprechen wir in Diskussionen über nicht existierende Feenwelten, sinnlose Formalitäten und unser eigenes (meist unbewusstes) Wunschdenken und weniger über die Realität, die da draußen wirklich existiert. Schauen wir uns konkrete Fragestellungen aber so an, wie sie sich in der Realität wirklich darstellen, erledigen sich viele Diskussionen schnell von selbst. Eine Erkenntnis, die man als Stoikerin und Stoiker haben kann, ist die, dass die meisten Mitmenschen rein emotional agieren und reagieren. Sich auf seine eigene Ratio zu besinnen und bewusst mit der Realität – soweit erkennbar – zu arbeiten, kann äußerst hilfreich sein.

Stoischer Vorbehalt und Vermeidung des Absoluten als wirksames Mittel gehen kognitive Dissonanz

Kognitive Dissonanz ist eine Art emotionales Leiden, das durch Triggerwörter oder -aussagen ausgelöst wird. Begeht in einer Diskussion mit einem Menschen, der sich gerade im Zustand kognitiver Dissonanz befindet, nun das Gegenüber einen formalen Fehler, der aber inhaltlich nichts ändert, kann der “Leidende” die Flucht nach vorne antreten und auf Angriff umschalten. Leicht zu durchschauen? Absolut, aber sehr beliebt in allen möglichen Zusammenhängen.

Wie können wir einfach und wirkungsvoll verhindern, selbst ein Opfer von kognitiver Dissonanz zu werden? Ganz einfach, indem wir absolute Positionen vermeiden. Mehr dazu im Podcast.

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