#18 Stoizismus und Liebe

Stoizismus und Liebe – sind die zwei etwa diametral entgegengesetzt? Oder ergänzen sie sich vielleicht perfekt? Was bedeuten Tugendhaftigkeit und Leidenschaft für die Liebe aus stoischer Sicht? Wie können wir einerseits das Streben nach Gefühlskontrolle und andererseits das vielleicht stärkste Gefühl – die Liebe – unter einen Hut bringen?
Was bedeuet die Kenntnis unseres Menschseins und unserer eigenen Fehler für unser Beziehungsleben?

Außerdem: Ein besserer Maßstab für eine Beziehung als die herkömmliche Idee, Mann oder Frau sollten – oder gar müssten – einen Partner/eine Partnerin finden, die perfekt zu ihnen passt.

Jeden Freitag Abend um 19 Uhr gibt es neue stoische Themen im Stoizismus-Podcast DER WILDE STOIKER.

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#17 Hörerfrage: Grillparties, Golfspieler und Corona-Quarantäne

Guido Bellberg geht auf den Kommentar eines Hörers ein, der sich (leicht) über die Grillparties in Nachbars Garten aufregt und sich fragt, wie er stoischer reagieren kann. Außerdem: Soforthilfe, die vielleicht doch keine Hilfe ist, und Marcus Aurelius in schweren Zeiten. Und: Golfspieler, die den Abschlag auf einer öffentlichen Wiese meinen übern zu müssen und der Baseballschläger als sportliche Antwort.

Stichwörter: Prämeditation, Brüderlichkeit und Tugend.

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#16: Seneca und warum Wut und Zorn Deine Feinde sind

Wut und Zorn beschäftigen die Philosophen schon seit Tausenden von Jahren – nicht etwa nur die Stoiker. Wut, auch Zorn genannt, ist aus stoischer Sicht eine, wenn nicht die, gefährlichste Gefühlsregung, die es unbedigt zu besiegen gilt. In diesem Podcast erklärt Guido Bellberg warum und was wir tun sollten, wenn wir unserem eigenen Zorn begegnen und wie man auf das „Argument“, Zorn sei doch ein großartiger Motivator, eingeht. Dazu bespricht er das erste der drei Bücher Senecas vom Zorn.

Außerdem: Chalize Theron und Irre im Straßenverkehr.

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Danke und bis nächste Woche!

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#15 Warum das ständige Streben nach Glück am Ende nur zu Unglück führt

Glück, ewiges Thema der Menschheit und Dauerbrenner in fast allen Selbstbetrachtungen. Doch Glück ist ein trügerisches Gut, meist nicht von langer Dauer und oft popkulturell verklärt und romantisiert.

In diesem Podcast beleuchtet Guido Bellberg die Zusammenhänge zwischen Stoizismus und Glück und stellt alternative Denkmodelle vor. Einige der Thesen: Du hast kein Recht hast, glücklich zu sein. Dein Streben nach Glück führt am Ende zu Unglück. Wie kannst Du besser über Glück nachdenken und mit Glück arbeiten?

Was sagen die alten (und die neuen) Stoiker zu Glück und unserem Streben danach?

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#14 Bist Du ein moderner Stoiker? Geht das überhaupt?

Heute zwei wichtige Themen: Erstens, moderner Stoizismus. Ist die momentane Wiedergeburt des Stoizismus wirklich problematisch? Oder anders gesagt: Ist Stoizismus wirklich auf unsere heutige Zeit übertragbar? Was heißt es, eine moderne Stoikerin oder ein moderner Stoiker zu sein? Außerdem: Stoizismus in Wissenschaft und Populärwissenschaft.

Zweitens, Stoizismus und Religion (Teil eins). Nun sitzen wir also auf diesem Felsbrocken voller Wasser, der irrsinnig schnell durch das Weltall rast und Nietzsche ruft uns zu “Gott ist tot”. Ja, vielen Dank, haben wir schon gemerkt. Kann Stoizismus uns auch heute noch helfen, strukturiert im Chaos zu leben?

Außerdem: Ist Stoizismus esoterisch?

Gibt es einen Gott oder bleiben wir stoisch vage? Was passt besser zu einem modernen wissenschaftlichen Weltbild, Christentum, Buddhismus oder Stoizismus?

Bonus: Maximilian Forschner, warum ich eher Römer als Grieche bin, die Unschärfe des Marcus Aurelius und was England mit alledem zu tun hat …

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#13 Wichtiges Prinzip: So erlangst Du die Macht über Deine Gefühle (zurück)

Heute: Hängen Deine Gefühle wirklich eins zu eins an Externalitäten? Haben es andere Menschen in der Hand, wie Du Dich fühlst? Musst Du auf Ereignisse – Alltagsnervereien, Schiksalsschläger oder Glücksfälle – zwangsläufig immer so reagieren wie Du es tust?

“Nein”, sagen die Stoiker und stellen in einem ihrer wichtigsten Prinzipien fest: Nicht die Dinge, die passieren sind wichtig, sondern wie wir darauf reagieren. Spoiler: Du bist freier als Du denkst.

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#12 Tugendhaftigkeit und Corona-Krise

Wie verhält man sich in der aktuellen Corona-Krise (oder jeder anderen Krise) stoisch? Was kannst Du konkret an Deinem Verhalten ändern um besser durch die Pandemie zu kommen? Und: was hat die Tugendhaftigkeit mit all dem zu tun? Wie kann sie Dir ganz konkret nützen?

Kleiner Seitenhieb: versagender Lokaljournalismus durch schlechte Managemententscheidungen.

Danke fürs Zuhören!

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Trailer: Was ist DER WILDE STOIKER?

Warum Du diesen Podcast hören solltest und was Dich genau erwartet. Jeden Freitag Abend um 19 Uhr gibt es neue stoische Themen im Stoizismus-Podcast DER WILDE STOIKER.

Stoizismus und Corona – werde erwachsen

[HINWEIS: Den Hinweis auf die fehlende Mediendatei bitte einfach ignorieren, dies hier ist ein Essay, keine Podcast-Episode]

1. Übernehme die Verantwortung für Dein Leben

Corona macht eines sonnenklar: es ist wirklich höchste Zeit, Deine Entscheidungen so erwachsen und verantwortlich wie möglich zu treffen. Am besten ohne allzu große Emotionen und mit so viel faktenbasiertem Verstand wie nur irgend machbar. Klar, ist auch, dass es wohl eher keinen Sinn macht, sich auf die „Verantwortlichen“ in Politik, Wirtschaft und Medien zu verlassen. Vielleicht liegt es in der Natur der Sache, aber weder in Europa, noch in Deutschland wurden bislang zeitnah vernünftige Entscheidungen getroffen. Alles zu wenig, alles zu spät, alles nicht genügend durchdacht. Doch dies ist kein politisches Essay, das sollen andere schreiben, mir geht es um unseren konkreten Alltag. Und für den ist wichtig, dass es keinen „starken Mann“ – und schon gar keine „Mutti“ (schlimmes Wort übrigens) – geben wird, die Dich retten. Wichtig ist also, dass Du – und nur Du – dafür verantwortlich bist, was Du nun tust und dadurch auch begrenzt dafür, wie es mit Dir und uns anderen weitergeht. Werde erwachsen.

2. Finde die Mitte zwischen Panik und Ignoranz

Schaut man sich dieser Tage seine Facebook-Timeline an oder hält sich vor Augen, was in den letzten Wochen so alles publiziert wurde, ist eines klar: die meisten Menschen schlagen sich entweder auf die Seite der Panik oder die der Ignoranz. Manche schwanken auch ständig zwischen beiden, das ist genauso ungesund. Die Ignoranz ist lediglich das Spiegelbild der Panik, beide Denk- (oder besser) Fühlweisen sind einfach ein unkontrolliertes Freilassen der eigenen Ängste und keine besonders gute Entscheidungsgrundlage. Die Toilettenpapier-Horder und die, die sich über sie lustig machen, sind Brüder und Schwestern im Geiste. Menschlich verständlich sind beide Verhaltensweisen, zielführend eher nicht. Hilfreich ist es, sich klarzumachen: Du muss Dich nicht zwischen Prepper-Keller und Corona-Party entscheiden, es gibt immer noch den Weg der Vernunft. Ein stoischer Rat wäre jetzt vielleicht: habe Verständnis für Deine emotionalisierten Mitmenschen, aber halte Dich von ihnen fern. Werde erwachsen.

3. Stelle die Frage nach der Kontrolle

Frage Dich, was Du kontrollieren kannst, und was nicht. Kannst Du das Verhalten deiner Mitmenschen kontrollieren? Eher nicht. Kannst Du für Dich selbst nachdenken und Vorsorge treffen? Ja. Werde erwachsen.

4. Tue das Vernünftige

Natürlich macht es Sinn, Vorräte zu Hause anzulegen und sich vorzubereiten, das ist am Ende simple Mathematik. Wenn Du nicht mehr jeden Tag einkaufen gehst, sondern nur noch jeden zweiten hast Du das Risiko, mit Corona angesteckt zu werden, deutlich reduziert. Gehst Du nur noch einmal in der Woche unter Leute, sinkt es weiter. Einfach zu verstehen, nicht besonders schwer durchzuziehen. Werde erwachsen. Auch eine gute Idee: ein funktionierendes Fieberthermometer und einfachste Medikamente, die nicht abgelaufen sind. Nicht immer müssen Halsschmerzen und eine laufende Nase (ich sage nur Heuschnupfen) im Krankenhaus untersucht werden. Werde erwachsen.

5. Sei tugendhaft

Es geht nicht nur um Dich. Was wenn Du Dich bereits infiziert hast, aber zu den Glücklichen gehörst, bei denen die Krankheit eher mild abläuft? Auch hier gilt: übernehme die Verantwortung, die Du gegenüber den anderen Menschen hast. Du denkst, nur weil Du jung bist, kann Dir nichts passieren, warum also nicht ausgehen und Spaß haben? Da wäre ich mir an Deiner Stelle nicht so sicher, es gibt so viele Vorerkrankungen die unentdeckt sind und die Dein Immunsystem vielleicht schon schwächen, ohne, dass Du es weißt. Aber viel wichtiger ist: willst Du wirklich damit leben, dass Du jemanden in der U-Bahn oder im Supermarkt ansteckst, nur weil Du das Wochenende davor nicht alleine zu Hause bleiben konntest? Jemand, der dann vielleicht einen schweren Verlauf ertragen muss oder vielleicht sogar stirbt? Ist es nicht vielleicht eher an der Zeit, Dich selbst zu fragen, warum Du nicht alleine sein kannst? Werde erwachsen.

6. Reduziere und kontrolliere Deinen Medienkonsum

Im Interesse Deiner eigenen Gelassenheit macht es keinen Sinn, 24/7 online zu sein. Reicht es nicht aus, wenn Du Dich morgens vor der Arbeit und vielleicht abends noch einmal kurz informierst, welche wichtigen Entwicklungen bundesweit und regional gerade stattfinden? Dann nimm Dir die Zeit, Dich zu fragen, was Du mit diesen Informationen Sinnvolles anstellen kannst. Lerne zu ignorieren, was Dich nicht betrifft. In China geht es aufwärts? Cool. Und bedeutungslos, falls Du nicht nach China reisen möchtest. Wir alle haben nur begrenzte Widerstandskraft gegen negative emotionale Einflüsse. Du brauchst soviel Kraft, wie Du nur haben kannst (das stärkt auch dein Immunsystem). Sich stündlich auf Facebook über Ursula oder Angela aufzuregen, hilft Dir nicht. Werde erwachsen.

7. Lass „die Götter“ entscheiden

Vielleicht sollten wir uns alle klar ab und zu klar machen, dass wir – selbst wenn wir alles das, was wir kontrollieren können, sorgsam und tugendhaft erledigt haben – keine Garantie auf Glück haben. Das ist es, was mit „Schicksal“ oder „die Götter“ oder „das rosafarbene Spaghettimonster“ gemeint ist. Stelle Dich ruhig und gefasst auf den Worst-Case ein und triff die entsprechenden Vorbereitungen. Mehr kannst Du nicht tun, der Rest liegt nicht in Deiner Hand. Du hast am Ende nur diese Verantwortung und die, mit dem, was das Leben Dir an Prüfungen stellt, so gut wie möglich umzugehen. Das ist schon viel und das ist genug. Werde erwachsen.

Euch allen nur das Beste

Guido Bellberg

Guido Bellberg ist Herausgeber und Moderator des Stoizismus-Podcast „DER WILDE STOIKER“ auf Spotify und iTunes. www.derwildestoiker.de

#11 Memento Mori – nutze Deine Sterblichkeit positiv!

Der Tod ist der große Gleichmacher, er trifft uns alle – früher oder später. Kein Wunder, dass viele (die meisten?) Menschen Gedanken an den Tod lieber verdrängen. Sich seiner eigenen Sterblichkeit bewusst zu sein ist jedoch ein wichtiges Element von Stoizismus, in der Antike wie heute.
In diesem Einstiegs-Podcast ins Thema erfährst Du erste Ansätze, wie Du das Vorhandensein des Todes sinnvoll für Dich nutzen kannst, warum Unsterblichkeit auch keine Lösung ist und warum Du nicht in jeder Kneipe dieser Welt ein Bier trinken kannst, so sehr es Dir gegönnt sei.

Jeden Freitag Abend um 19 Uhr gibt es neue stoische Themen im Stoizismus-Podcast DER WILDE STOIKER.